Hintergrund und Hauptmerkmale
Ausgangsbedingungen für eine kontrolliert defensive Spielausrichtung
- Der Spieler hat eine geduldige Spielanlage und eine gute Beinarbeit.
- Der Spieler kontert gerne die Schläge seines Gegners.
- Der Gegner ist ungeduldig und konditionsschwach.
Ultimative Tipps zur erfolgreichen Anwendung einer kontrollierten defensiven Spielweise
- Das Spieltempo soll so hoch sein, dass der Schlag kontrolliert, der Gegner dennoch unter Druck gesetzt werden kann.
- Durch platziertes Spiel soll das gesamte Spielfeld ausgenutzt und der Gegner zum Laufen gebracht werden.
- Passive Schläge sollen lediglich in der Bedrängnis gespielt werden.
- Aus einer Verteidigungssituation sollten neutrale Schläge immer lang und mit Drall gespielt werden, sodass der Winkel für den nächsten Schlag des Gegners möglichst klein ist.
- Achte in einer Verteidigungssituation stets darauf immer wieder nahe an die Grundlinie zurückzukommen.
Welche Hinweise und Trainingsziele sind zur erfolgreichen Anwendung zu vermitteln?
- Verbesserung der taktischen Kenntnisse über den Einsatz von kontrollierten Schlägen.
- Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit, d. h. erkennen wo der Gegner steht bzw. welche Wirkung der geplante Schlag hat.
- Trotz kontrollierter Spielweise die Entscheidungsfähigkeit verbessern, im richtigen Moment den aggressiven Schlag einzusetzen.
- Verbesserung des Spielaufbaus, um wenig direkte und indirekte Punkte des Gegners zu erlauben.
- Die optimale Spielposition ist nahe an oder kurz vor der Grundlinie.
Übungen
- Den Ball wie beim Tischtennisdoppel abwechselnd auf Ziele hin und her spielen.
- Partnerweise longline spielen; Variation: zwei Bälle werden gleichzeitig ins Spiel gebracht, nach jedem Schlag wird die Position mit dem Partner getauscht.
- Eieruhr: A/B spielen longline, C/D spielen cross, A zu C, C zu B, B zu D, D zu A; mit einem Ball so lange wie möglich spielen; gelingt dies sicher kommt ein zweiter Ball ins Spiel.
- Hosenträger
- A und B spielen direkt miteinander hin und her und versuchen so viele Netzüberquerungen wie möglich zu erreichen, VH und RH im Wechsel, beliebig.
- Hosenträger zu viert: Ein Seite spielt nur longline, die andere cross. Variation: zu 3. oder zu 2.
Spiele
- Die Schüler spielen Vorhand cross, ist der Ballaufsprung im markierten Feld (Höhe T-Linie) wird longline gespielt, danach ist der Punkt frei.
- Duell im halben Einzelfeld: Zwei Spieler spielen beide an der Grundlinie im halben Einzelfeld gegeneinander. Spieler A spielt kontrolliert defensiv und Spieler B versucht mit dem Volleypunkt den Ballwechsel abzuschließen.
- Duell in der neutralen Zone: Spieler A spielt den Ball kontrolliert in die neutrale Zone (Zielfeld: Quadrat zwischen Grundlinie und T-Linie), B nutzt den ganzen Platz, spielt aggressiv und versucht indirekte und direkte Punkte zu erzielen.
- Cross gegen longline: Spieler A spielt kontrolliert aus jeder Spielsituation jeden Ball cross. Spieler B versucht mit einer aggressiven Spielweise den Punkt zu erzielen.
- Aufschlag durch die Mitte – Return durch die Mitte anschließend den Punkt frei ausspielen.
- Der Punktgewinn des Aufschlägers ist gestaffelt: Aufschlag / Returnfehler = 3 Punkte; Punktgewinn nach einem Rückschlag des Gegners = 2 Punkte; nach dem 2. Rückschlag = 1 Punkt; spielt der Returnspieler den 3. Schlag ins Feld erhält er einen Bonuspunkt.
- Aufschlag – Return: den Ball cross im Spiel halten bis je 3 Ballkontakte gespielt wurden, dann ist der Punkt frei.
- Korridorball (Ball soll nur im Doppelkorridor hin- und her gespielt werden; Netz zum Korridor stellen). Bei Fehler bekommt der Gegner einen Punkt.
- Rundlauf: Die Gruppen stehen sich diagonal gegenüber, nach jedem Schlag wechseln sie die Seite. Jeder Schüler hat drei Leben.
- Tischtennisdoppel, normal, „Give me five“ oder mit einem Schläger pro Paar
- Armes Schwein: das Einspiel von der Grundlinie darf fies erfolgen und das arme Schwein versucht sich aus der Spielsituation zu befreien. Wer kann den Punkt gewinnen?