kinder.tennis.de wird präsentiert von:   
Home/Aktuelles/Trainingstipp Stufe GRÜN – Netzangriff: Punkt am Netz abschließen und verteidigen

Trainingstipp Stufe GRÜN – Netzangriff: Punkt am Netz abschließen und verteidigen

Ihr sucht Tipps und Anregungen für Euer Kindertraining? Bei Talentinos finden sich kostenlos und jederzeit abrufbar über 400 Übungen und Spiele für ein modernen und abwechslungsreiches Training. Einfach unter dem Reiter “Für Trainer” >> “Talentino (Trainingsziele und Übungen)” >> ROT, ORANGE oder GRÜN auswählen. Heute widmen wir uns dem Lernziel “Netzangriff: Punkt am Netz abschließen und verteidigen” in Stufe GRÜN

Angreifen und Passierball

Hintergrund und Hauptmerkmale

Ausgangsbedingungen für eine gegebene Angriffssituation sind:

  • Der ankommende Ball fliegt langsam auf mich zu.
  • Bei der Ausführung des Schlages steht der Spieler im Feld.
  • Der erste Ballaufsprung ist deutlich vor der Grundlinie.
  • Oder der Gegner steht außerhalb des Feldes und deckt das Feld nicht mehr vollständig ab.

Tipps zur erfolgreichen Ausnutzung einer Angriffssituation

  • Die Konzentration in einer einfachen Spielsituation aufrechterhalten und leichte Fehler vermeiden (nicht den Punkt verschenken).
  • Die Spielsituation richtig einstufen und den Gegner keine Gelegenheit geben, den Ball zu erreichen (direkter Punkt) oder
  • einzuschätzen, mit welcher Schlagtechnik (Geschwindigkeit, Drall, Richtung) ich den Gegner zu einem Fehler zwingen kann (indirekter Punkt).

Was sollten die Schüler lernen, um eine Angriffssituation erfolgreich zu nutzen?

  • Die Schüler lernen zu erkennen, wann eine Angriffssituation gegeben ist (Wahrnehmung).
  • Sie beurteilen die Qualität des anfliegenden Balles, die Position des Gegners und die eigene Spielposition.
  • Die Entscheidungsfähigkeit, wie mit welcher Schlagtechnik, Schlagrichtung, Schlaggeschwindigkeit, Länge und Drall die Angriffssituation vorteilhaft gelöst werden kann, wird verbessert (individuelle Stärke nutzen).
  • Schüler sammeln Erfahrungen, mit welchem Angriffsschlag sie am erfolgreichsten sind und wie sie sich durch ein gutes Stellungsspiel auf die nächste Spielsituation vorbereiten (Beinarbeit).
  • Sie lernen einen Ballwechsels so zu gestalten, dass sie in eine Angriffssituation kommen und im richtigen Moment das Risiko zu erhöhen.

Übungen

  • Der Trainer spielt den Ball Spieler A zu einem Angriffsball zu, der Schüler platziert diesen longline und rückt auf. Auf das Rückspiel des Trainers spielt der Schüler den Volley auf die freie Seite (Vorhand und Rückhand, dann das selbe cross).
  • Der Trainer spielt von der T-Linie auf die Vorhand des Schülers ein und bewegt sich weiter zum Netz. Der Schüler versucht zuerst kurz cross, dann longline zu passieren. Dasselbe mit der Rückhand.
  • Der Trainer spielt von der T-Linie unregelmäßig auf die Vorhand oder Rückhand des Schülers ein und bewegt sich weiter zum Netz. Der Schüler versucht zuerst kurz cross, dann longline zu passieren.
  • Der Trainer spielt von der T-Linie unregelmäßig auf die Vorhand oder Rückhand des Schülers ein und bewegt sich weiter zum Netz. Anschließend öffnet er eine Seite, indem er einen Schritt nach rechts oder links macht. Der Schüler muss auf die freie Seite am Trainer vorbei spielen.
  • Der Trainer spielt auf einen Netzspieler (A) ein. Dieser spielt den Ball auf die Vorhandseite. Spieler B startet von der Mitte und versucht den Netzspieler zu passieren. Danach dasselbe auf der Rückhandseite.
  • Spielsituation – Passieren: Der Trainer bringt den Ball über die Vorhand von Spieler A ins Spiel. Spieler A spielt einen Vorbereitungsball cross auf die Vorhand von Spieler B und rückt ans Netz auf. Spieler B startet leicht versetzt aus der Rückhandecke und versucht die Situation mit einem longline oder cross Passierball zu lösen.
  • Spielsituation – Angreifen: Spieler A spielt kontrolliert defensiv von der Grundlinie: Spieler B versucht mit einem gutem Winkelschlag ans Netz zu gehen und den Punkt mit einem anschließendem Volley zu gewinnen. Einspiel neutral von unten.
  • Die Spieler A und B spielen von Grundlinie zu Grundlinie; B soll die Angriffssituation erarbeiten und dann über die Rückhand angreifen. A darf nur passieren (kein Lob). Der Angriffsschlag soll lang sein, damit A in Bedrängnis gerät und B eine günstige Netzposition einnehmen kann.
  • Der Trainer spielt den Ball unterschiedlich ein. Spieler A oder B stehen an der Grundlinie. Je nach Eröffnung des Ballwechsels durch den Trainer entscheidet Spieler A oder B, ob eine Angriffssituation zum Vorrücken ans Netz gegeben ist. Der Angriffsschlag soll lang sein, damit A oder B in Bedrängnis gerät (frühzeitiger Splitstep und gute Platzabdeckung). Der Verteidigungsspieler darf passieren und den Lob einsetzen.
  • Die Spieler A und B spielen sich von Grundlinie zu Grundlinie zu; B soll sich die Angriffssituation erarbeiten und dann über die Rückhand angreifen. A darf nur passieren (kein Lob). Der Angriffsschlag soll lang sein, damit A in Bedrängnis gerät und B eine günstige Netzposition einnehmen kann. Die Richtung des Angriffsschlages (cross oder longline) ist frei und ist abhängig vom Aufsprung des Balles sowie Position und Stärke und Schwäche des Gegners.

Spiele

  • Duell im halben Einzelfeld: Zwei Spieler spielen beide an der Grundlinie im halben Einzelfeld gegeneinander. Spieler A spielt kontrolliert defensiv und Spieler B versucht die Angriffssituation zu erkennen und geht mit einem Vorbereitungsschlag ans Netz. Bis 10 Punkte.
  • Duell im halben Einzelfeld: Zwei Spieler spielen beide an der Grundlinie im halben Einzelfeld gegeneinander. Spieler A spielt kontrolliert defensiv und Spieler B versucht die Angriffssituation zu erkennen und holt Spieler A mit einem Stopp ans Netz. Bis 10 Punkte.
  • Crossduell: Zwei Spieler spielen beide an der Grundlinie cross gegeneinander und dürfen erst den Ballwechsel longline eröffnen, wenn die Angriffssituation gegeben ist. Bis 10 Punkte.
  • Crossduell mit Aufschlag: Spieler A hat nur einen Aufschlag. Spieler B entscheidet ob eine Angriffssituation mit dem Return gegeben ist oder nicht und der Punkt wird cross im halben Einzelfeld ausgespielt. Bis 10 Punkte.
  • 11 er: Anspiel von unten von der Grundlinie aus. Die Spieler A und B spielen die Punkte aus. Erfolgreich genutzte Angriffssituationen zum indirekten und direkten Punkt zählen doppelt und leichte Fehler in einer Angriffssituation führen zum Punktabzug.
  • Spiel mit drei Aufschlägen: Spieler A hat drei Aufschläge und versucht sofort einen schwachen Return als Angriffssituation zu nutzen. Der Punktgewinn kann durch einen Netzangriff aber auch von der Grundlinie erfolgen.
  • Spiel mit nur einem Aufschlag: Returnspieler erkennt die Situation zum Angriff auf einen schwachen zweiten Aufschlag. Die Returnrichtung ist vorgegeben, z.B. auf die Rückhand. Der Punktgewinn kann durch einen Netzangriff aber auch von der Grundlinie erfolgen (kann auch vorgegeben werden).
  • Volley-und Passierball – 1 gegen 2: 1 Schüler spielt von der T-Linie den Ball auf einen beliebigen Partner ein. Der Partner spielt den 1. Ball zum Volleyspieler mittig zu. Dieser volliert auf die Vorhand- oder Rückhandseite. Die Partner versuchen am Netzspieler vorbei zu spielen. Der Punkt ist offen. (Es sind keine Lobs erlaubt.)
  • 11 er: Jeder gelungene Volley/ Passierball zählt doppelt.

 

11. Juli 2019|
Hauptsponsor
Premium Partner